Buxtehuder Straße 31: Komplexe Aufgabe – großes Teamwork

Mehr als 50 Apartments, neue Räume für die soziale Beratungseinrichtung „Arbigado“ – und das kombiniert mit Änderungen im Planungsverlauf: Beim Projekt „Buxtehuder Straße 31“ in Hamburg-Harburg sind Flexibilität und Präzision gefragt.
Es ist sicher kein alltägliches Wohn- und Nutzungskonzept, das aktuell in der Buxtehuder Straße baulich umgesetzt wird: Einerseits entsteht hier viel Wohnraum mit immerhin 54 Apartments, andererseits zieht in das Erdgeschoss unter anderem das Arbigado – eine soziale Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Drogengebrauch.
Und genau dieser Nutzungsmix prägt auch unsere Arbeit, die alle Leistungsphasen der HOAI von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung umfasst. Aber was bedeutet das konkret?
- Beispiel „Lüftung“:Für die Apartments ist eine Wohnungsabluft vorgesehen, während Gewerbe- und Sozialeinheiten im Erdgeschoss eine separate Lüftung erhalten.
- Beispiel „Schall- und Brandschutz“:Auch hier gelten hohe Auflagen. Dazu gehören eine Körperschallentkopplung der haustechnischen Anlagen sowie eine gewerkeübergreifende Brandschottung dort, wo Leitungen unterschiedliche Gebäudebereiche durchqueren.
- Beispiel „Wartung“:Wir haben ein durchgängiges Betriebskonzept erstellt, das eine Wartungsliste pro Anlage umfasst – für eine besonders nachhaltige Nutzung der Technik.
Flexibel auf Planungsänderungen reagieren
Außerdem forderte eine planerische Veränderung unsere Arbeit heraus. So war zunächst vorgesehen, dass ein externer Energiedienstleister die Wärmeversorgung umsetzt. Mittlerweile wird diese Lösung durch eine Planung von Otto & Partner ersetzt. Unser Konzept sieht dabei Luft-Wasser-Wärmepumpen vor, ergänzt um einen elektrischen Heizkessel. Darüber hinaus gehören die Planungen rund um Heizungszentrale, Stationen für die Trinkwarmwasserbereitung und Sanitärtechnik zu unseren Aufgaben.
Teamwork von Anfang an wichtig
Beauftragt wurden wir von einem Architekturbüro, das uns in ein größeres Generalplanerteam eingebunden hat – und das bereits während der Ausschreibung! Dazu haben wir funktionale Leistungsbeschreibungen für die Gebäudetechnik sowie das erwähnte Wartungs-/Betriebskonzept erstellt.
Überhaupt gilt für dieses Projekt: Die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Hamburger Unternehmen funktioniert perfekt. Viele Herausforderungen werden gemeinsam gelöst. So entsteht zum Beispiel die Lösung für die Regenwasserbewirtschaftung in enger Kooperation mit den Freianlagenplanern. Der direkte Austausch bewährt sich immer wieder aufs Neue.
Ein Projekt mit Vorbildcharakter? Unbedingt!
“Die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Hamburger Unternehmen funktioniert perfekt.”
Ein Blogbeitrag von Christoph Schulte