Tiefbau: Warum Kanalsanierungen besondere Herausforderungen mit sich bringen

“Diverse Maßnahmen dienten dem Schutz der Bäume.”
Ein Blogbeitrag von Christoph Schulte
Viele Kanäle in Deutschland sind in keinem guten Zustand, wobei ihre Sanierung oft eine anspruchsvolle Aufgabe darstellt. Ein Projekt im Hamburger Vorhornweg macht deutlich, worauf es dabei ankommt.
Keine Frage – diese Zahlen sind bemerkenswert: Laut Deutscher Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) weist ein Fünftel aller Kanalisationen in Deutschland Schäden auf. Ihr durchschnittliches Alter beträgt dabei immerhin knapp 40 Jahre! Auf der anderen Seite werden nur 1,1 Prozent des Kanalnetzes jährlich saniert.
Folglich türmt sich aktuell ein immer höherer Investitionsbedarf auf, zumal die dahinter stehenden Prozesse mitunter etwas Zeit (und sorgfältige Planungen) benötigen. Beispiele? Schauen wir dazu auf eine Sielsanierung im Vorhornweg in Hamburg – ein Projekt, das wir planerisch im Auftrag des Sozialunternehmens Fördern & Wohnen eng begleitet haben.
Wenn Wurzeln im Weg sind
Der erste Schritt einer solchen Maßnahme erklärt sich fast von selbst: Es wurden 160 Quadratmeter Pflaster abgetragen und anschließend ein 290 Kubikmeter großer Graben ausgehoben. Allerdings behinderten Bäume den Schwenkbereich des Baggers und Wurzeln störten den Aushub. Diverse Maßnahmen dienten deshalb dem Schutz der Pflanzen, wobei wir uns intensiv mit Baumpflegern abgestimmt haben: Wie müssen die Baggerarbeiten im Wurzelbereich ablaufen und welche Nachsorge ist an beschädigten Ästen und Stämmen nötig? Die Antworten des Baumpflegers flossen in die Planungen mit ein.
Tiefe Ausgrabungen für Pumpwerk
Interessant war darüber hinaus die technische Planung rund um das Abwassersystem, denn zum einen musste die Entsorgung der betroffenen Gebäude die ganze Zeit weitergehen. Zum anderen reden wir hier von recht tiefen Ausgrabungen (mit Wasserhaltung) – inklusive eines Schmutzwasserpumpwerks, das sich bis zu 5,3 Meter unter der Höhe des Gebäudes befindet. Seine Schachtgründung besteht aus Unterwasserbeton mit enormem Gewicht. Letztlich war das eine Aufgabe für ein Unternehmen aus dem Spezialtiefbau.
Unser Fazit? Positiv. Schnelle Entscheidungen durch die Bauherrenvertreter, unkomplizierte Abstimmungen im Planungsteam und eine enge Kooperation mit der ausführenden Firma sorgten für einen vorbildlichen Prozess.
Die Schachtgründung aus Unterwasserbeton hatte ein hohes Gewicht.
Ingenieurbüro
OTTO & PARTNER
Maurienstraße 5
22305 Hamburg
Telefon 040–608748‑0
mail@ibotto.de
Information + Service
→ Startseite
→ Unser Unternehmen
→ Referenzen
→ Aktuelles
→ Kontakt
→ Karriere